Ausgraben / Eingraben

1983/84 wurde die Idee des Mitgliedes Richard Angerer verwirklicht, den alten Brauch des Fasnacht – Aus – Eingrabens wieder aufleben zu lassen.
Dazu wurden neue Kostüme angeschafft (Pfarrer, Ministranten, Sargträger, Totengräber) sowie eine Fahne mit der Symbolfigur eines gelb – schwarzen Buijazels mit weißer Maske, der den Namen „Joggl“ bekam.
Am 3.2.1984 wurde die Fasnacht erstmals ausgegraben. Dabei zogen die Huttler mit ihrer neuen Fahne und einem Trommler durch das Dorf, um die Fahne letztendlich unter lautem Gejohle der Huttler und einem Zapfenstreich am Dachfirst des Hauses Stachele zu befestigen (heute am Gemeindehaus).
Nachdem am Fasnachtsdienstag die Huttlerfahne abgenommen wurde, begann das Fasnacht – Eingraben. Dazu bewegte sich der Trauerzug, bestehend aus einem Huttlerpfarrer, Huttlerbürgermeister, Ministranten, Messner, Totengräber, Musikanten, Schützen, trauernden Huttlern u.a. – vom damaligen Postamt in der Bahnhofstraße über die Innsbruckerstraße und die Dorfstraße zum Dorfplatz. Auf diesem Wege wurde an mehreren Stationen das Lasterleben des Joggl aufgezeigt.
Dieser Brauch des Aus- und Eingrabens blieb bis zum heutigen Tage erhalten. Einige Änderungen wurden immer wieder ausprobiert, doch der Kern blieb der selbe! Und auch in den kommenden Jahren wird die Fasnacht in Völs mit dem Ausgraben des Joggls beginnen und auch leider mit dem Eingraben wieder enden!